Stimmen aus der Fachwelt

Dr. Dirk Bange, Leiter der Abteilung Familie, Kindertagesbetreuung und Gleichstellung in Hamburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema "sexuelle Gewalt", u. a. Autor des Buches "Sexueller Missbrauch an Jungen. Die Mauer des Schweigens" und
Mitherausgeber des "Handwörterbuchs Sexueller Missbrauch".

"Mädchen und Jungen haben ein Anrecht darauf, vor sexuellen Übergriffen geschützt zu werden. Für stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe muss dies oberste Priorität haben, denn sie sind für Kinder und Jugendliche verantwortlich, die vielfach bereits Gewalt erfahren haben. Angesichts des heutigen Wissens über sexuellen Missbrauch in Institutionen verstößt eine Nichtbeachtung des Themas gegen die sozialpädagogische Sorgfaltspflicht. Dem Buch von Birgit Kohlhofer, Regina Neu und Nikolaj Sprenger
wünsche ich deshalb viel Erfolg und eine möglichst weite Verbreitung."

Monika Egli-Alge, lic. phil. I
Fachpsychologin Psychotherapie FSP/Rechtspsychologin SGRP Geschäftsführerin Forensisches Institut Ostschweiz

„Der Prävention vor einem möglichen oder nächsten Delikt muss ein größerer Stellenwert beigemessen werden. Damit Prävention geschehen kann, müssen zuerst die Erwachsenen, die Mitarbeiter, bei sich anfangen. Das bedeutet, dass sie gewahr sind, dass sexuelle Übergriffe geschehen können. (…) Das bedeutet, dass auf der Erwachsenenebene zuerst angesetzt werden muss. Die Teams müssen wissen, dass es notwendig ist, zum Beispiel eine gemeinsame Sprache zu finden; dass Sexualität thematisiert werden kann, werden darf, sogar werden muss“

Marion Mebes, Geschäftsführerin Fachverlag Mebes & Noack

"Als ich das Manuskript von Birgit Kohlhofer, Regina Neu und Nikolaj Sprenger in die Hände bekam, war ich sofort begeistert. Die Entwicklung von Materialien für die Arbeit mit Jugendlichen steckt in den Kinderschuhen. Hier lag etwas auf meinem Tisch, das uns  endlich ein Stück weiter führen würde. Wir kamen überein, mit der großzügigen Hilfe von Power-Child e.V. dieses Manuskript in ein handfestes Praxisbuch zu verwandeln.
Wir sind stolz, dieses Buch in unserem Verlag präsentieren zu können. Wir freuen uns selbstverständlich auf viele Leserinnen und Leser. Aber vor allem wünschen wir dem Buch und dem darin dargelegten Konzept die Umsetzung in die praktische Arbeit an möglichst vielen Orten, wo Jugendliche betreut, beraten und begleitet werden. Wir wünschen uns viele, die E.R.N.S.T. machen, damit der Schutz vor sexueller Gewalt Stück für Stück verbessert werden kann."


Dr. med. Werner Tschan, MAE führt eine Privatpraxis für Psychiatrie und Psychotherapie in Basel. Er hat das Internationale Institut für Psychotraumatologie und das Beratungszentrum gegen sexuelle Grenzverletzungen in professionellen Beziehungen aufgebaut.

"Das vorliegende Handbuch liefert fundierte Materialien zur Thematik, bietet Vorschläge zur Reflexion des eigenen Handelns und vermittelt Wissen über Schutzmaßnahmen gegen sexuelle Gewalt. Es gibt eine gute Orientierungshilfe für Teams und zeigt, dass Intervention und Prävention von sexueller Gewalt möglich sind."

Jörg Richert, als Geschäftsführer KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not International e.V. freue ich mich sehr über E.R.N.S.T., als Ergebnis einer jahrelangen Kooperation mit Power-Child e.V.

"Seit fast 20 Jahren arbeitet KARUNA an den Schnittstellen der Jugend- und Suchthilfe. In dieser Arbeit mit den betroffenen Jungen und Mädchen und damit im pädagogischen und therapeutischen Alltag stießen wir immer wieder auf das Thema des sexuellen Missbrauchs, oft die Ursache im Geflecht anderer biografischer Belastungen, die zum Drogen- und Alkoholkonsum führten. Wie umgehen mit diesen Jugendlichen, die mitunter als Opfer sexueller Gewalt gegenüber anderen Jugendlichen sexuell gewalttätig auftreten?
Beim näheren Hinsehen stellte sich heraus, dass in den Einrichtungen der Jugendhilfe in Deutschland dieses Problem besonders häufig anzutreffen ist. Aus vielerlei Gründen aber wird eher weggesehen als hingeschaut und schon gar nicht  fallorientiert interveniert. Aus der täglichen Arbeit heraus haben Birgit Kohlhofer, Regina Neu und Nikolai Sprenger ein pädagogisches Handbuch entwickelt, dass jeden Praktiker in der Jugendhilfe in die Lage versetzt, das Thema zu enttabuisieren und im Alltag der Jugendlichen zu platzieren."


Astrid Schimmelpenninck, pädagogische Leitung des Power-Child e.V.

"Den Opfern sexueller Gewalt gerecht zu werden und gleichzeitig angemessene Täterarbeit zu entwickeln – da bedarf es gerade mit Jugendlichen einer kontinuierlichen Auseinandersetzung. Dies erfordert viel Aufmerksamkeit und Klarheit im pädagogischen-therapeutischen Sinne.
Als Herausgeber hat Power-Child e.V. mit den AutorInnen Birgit Kohlhofer, Regina Neu und Nicolai Springer ein Handlungsprogramm für pädagogische Fachleute zur Arbeit bei Jugendlichen mit Risiko zu sexuell aggressivem Verhalten ermöglicht.
In der täglichen Arbeit kooperiert Power-Child e.V. mit Schulleitern, Leitern und Leiterinnen von Kindertagesstätten, Mitarbeitern von Jugendämtern und Jugendverbänden in ganz Deutschland, hierbei steht im Vordergrund, Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen.
Es fehlten bisher noch handhabbare, standardisierte Handlungsanleitungen für pädagogische Fachkräfte. Dieser innovativen Aufgabe hat sich Power-Child e.V. gestellt und ganz im Sinne von "wehret den Anfängen" flankierende Maßnahmen wie das pädagogisches Handbuch, Arbeitsbögen zur Reflexion und Klärung sowie Fallbeispiele zur systemischen Erarbeitung und Anwendung der fünf Schritte –Erkennen – Ruhe bewahren – Nachfragen – Sicherheit herstellen – Täter stoppen und Opfer schützen"